Die netfutura GmbH & Co. KG stellte jüngst die Bilanz der Studie Analyse der Qualität von Klinikinformationen (Online/Print) im Hinblick auf eine zielgruppengerechte Außendarstellung vor. Die in Kooperation mit der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes (HTW) erstellte Projektarbeit wertete die Daten von insgesamt 250 Kliniken aus. Den größten Klinikanteil mit 99 Einrichtungen hatte Rheinland-Pfalz, gefolgt von Sachsen mit 81 Häusern, Berlin mit 46 und dem Saarland mit 24 Kliniken.
Welche Informationen wünschen sich Betroffene und wie werden diese ansprechend und übersichtlich präsentiert? Nach einem auf wissenschaftlichen Erkenntnissen erarbeiteten Kriterienkatalog wurden während eines viermonatigen Zeitraums Klinikinformationen erfasst, dokumentiert, analysiert und statistisch ausgewertet. Der umfassende Kriterienkatalog bot ein qualifiziertes Instrument, das es den Verantwortlichen ermöglichte, den Online-Auftritt der jeweiligen Klinik aus der Sicht eines medizinischen Laien zu überprüfen und zu bewerten.
Die Teilnahme an der Studie ermöglichte den Krankenhäusern, Defizite im Hinblick auf einen zielgruppengerechten öffentlichen Auftritt zu erkennen und zu beheben. Mit Hilfe der von netfutura kostenlos zur Verfügung gestellten Einzelanalysen bekamen die untersuchten Häuser nützliche Unterlagen zur Hand, um ihre Darstellung zu überarbeiten und für ihre Patienten gewinnbringend zu optimieren.
Bezüglich der inhaltlichen Vollständigkeit nach den Richtlinien des Qualitätsberichts lagen Rheinland-Pfalz und das Saarland mit über 90 % der Gesamtpunktzahl vorne.
Die Projektstudie ergab, dass nur 12 % der untersuchten 250 Kliniken auf ihrer Webseite geschützte Bereiche, nur sichtbar für Zugangsberechtigte nach einem erfolgreichen Login, vorhielten. Von den Einrichtungen, die zu einem Interview bereit waren, erklärten 85%, dass ihre Häuser über eine allgemeine Imagebroschüre verfügten.
Bemerkenswert war, dass nur die Hälfte der Krankenhäuser den Patienten eine Liste mit allen notwendigen Utensilien aushändigte, die diese für ihren Klinikaufenthalt benötigen.
Auf die von Patienten häufig gestellte Frage nach einer Anfahrtsskizze per Fax reagierten 90% der mittels Interview befragten Einrichtungen positiv, ebenso viele Häuser waren bereit, Interessierten auf Nachfrage eine Auswahl ihrer Print-Informationen per Post zuzuschicken. Wie zu vermuten, nutzte die Mehrheit der Kliniken (70%) eine unterstützende Software zur Erstellung ihrer Webseiten. Die gleiche Anzahl an Einrichtungen betrieb ein Intranet zur Verbesserung der internen Information und Kommunikation.
In Bezug auf die inhaltliche Vollständigkeit der Informationen lag der Mittelwert bei 8,8 von max. 10 Punkten, in der zweiten Kategorie erreichten die 250 Kliniken zusammen 65,44% der Maximalpunktezahl und bei der emotionalen Darstellung/Service erlangten die Kliniken 42.22% der möglichen Punkte. Die Gesamtpunktezahl betrug 100 Punkte, die sich folgendmaßen aufteilten: Kategorie " Inhaltliche Vollständigkeit der Leistungs- und Strukturdaten": 10 Punkte, Kategorie "Technische und rechtliche Aspekte / Usability / Barrierefreiheit": 45 Punkte, Kategorie "Emotionale Darstellung / Service für Patienten, Angehörige ": 45 Punkte.
Erfreulichweise waren im Gegensatz zur Online-Präsentation alle zugesandten Print-Produkte der Krankenhäuser in Inhalt und Form bezüglich einer zielgruppengerechten Ansprache nicht zu bemängeln. Insgesamt bewies die Studie jedoch, dass die meisten Kliniken hinsichtlich ihrer Außendarstellung noch Verbesserungsbedarf haben.
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